Tagesmutter mit Herz: ab Frühjahr 2024 frei

Mein Konzept

Bindungsorientierte Betreuung auf Augenhöhe

Ich mag dich so wie du bist.

Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.

Wenn du mich brauchst, bin ich da.

Versuch es zunächst einmal selbst“.

 (Emmi Pikler)

Ein Kind ist ein Mensch, welchem die gleichen Rechte wie Erwachsenen zuteilwerden. So sind sie zwar unsere Schutzbefohlene, jedoch sind sie auch besonders schützenswert. Für mich steht daher der würdevoller Umgang, der Anspruch auf Sicherheit und das Bestreben nach Autonomie der Kinder im Fokus.

In meiner Kindertagespflege steht somit das Kind als eine vollwertige Person im Mittelpunkt. Denn jeder noch so kleine Mensch ist ein Individuum und bringt eine unvergleichliche Persönlichkeit mit. So ist das Kind ab der Geburt eine einzigartige Person, welche sich durch einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess fortlaufend neue Kompetenzen aneignet. In diesem Prozess strebt das Kind (un)bewusst nach Selbstständigkeit und entwickelt dabei seine individuelle Identität. Bei diesem kindlichen Bildungs- und Lernprozess sehe ich meine primäre Aufgabe als Kindertagespflegeperson darin, diese Entfaltung feinfühlig und auf Augenhöhe ko-konstruktiv zu begleiten. Hierbei sind Kinder von Geburt an sozial eingebunden und bringen Kompetenzen mit. Das macht Kinder zum aktive Konstrukteure ihrer eigenen Bildungsprozesse. Diese Art der Beziehung gestaltet das Fundament, um auf achtsame, respekt- und liebevolle Weise die seelische und körperliche Entwicklung des Kindes zu begleiten. Das Kind soll lernen Vertrauen und Fähigkeiten aus der inneren Überzeugung heraus aufzubringen. Zudem soll es die selbstgetroffenen Entscheidungen und die damit verbundenen Konsequenzen erlernen (Partizipation). Das bedeutet für meine Arbeit den aktuellen Entwicklungsstand und die dazugehörigen Bedürfnisse bei jedem Kind zu erkennen, dieses dort abzuholen, es zu fördern sowie dabei das vorhandene Potenzial zu unterstützen. Ich selbst sehe hier meine Rolle als Begleiterin und Beobachterin, die in einer vorbereitenten Umgebung gezielt Impulse setzen kann. Dadurch ermögliche ich dem Kind sich und seine Umwelt im eigenen Tempo zu erkunden. Dabei bleibt die Neugier erhalten und das Kind fühlt sich zur gleichen Zeit wahrgenommen.

Für ein Kind ist es von entscheidender Bedeutung, dass es soziale, dass es am Entwicklungsstand orientiert Kompetenzen erlernt, die es für das späterer Leben in einer Gesellschaft benötigt. Dabei lernen Kinder diese sozialen Kompetenzen am besten von anderen Kindern („The Power Of The Pack“). Es ist ein primäres Bedürfnis von jedem Menschen aktiv in einer Gemeinschaft mitzuwirken. Denn ein Teil einer Gruppe zu sein, schafft für jeden ein Gefühl von Zugehörigkeit und Stärke. Es ist also ein Lernen am Modell und an Vorbildern, was die Kinder dazu anregt, miteinander Kompromisse einzugehen und rücksichtsvoll miteinander zu interagieren. Dieser Umgang ermöglicht erst eine Harmonie innerhalb der Gemeinschaft.

Um diesen Lernprozess der Kinder zu fördern, achte ich auf ein gemischtes Geschlechterverhältnis und auf unterschiedliche Charaktereigenschaften in der Gruppe. Dadurch wird eine konstruktive Dynamik in den Tagesablauf integriert. In dieser Konstellation können die Kinder miteinander und voneinander erfolgreich lernen.